Geschichte

Es wird gesagt, die Geschichte der Villa Zanotti reiche 300 Jahre zurück. Ursprünglich war sie ein einfaches landwirtschaftliches Gebäude. Die 80 cm dicken Mauern im Erdgeschoss stammen wohl aus dieser Zeit.

Major Zanotti, der mit einer englischen Lady verheirtatet war, gab dem Gebäude in den 1940er Jahren seinen heutigen Namen. Während des Zweiten Weltkriegs entging die Villa knapp einer Granate die von einem Eisenbahngeschütz über den See gefeuert wurde. Die Granate traf lediglich die Gartenmauer. An dieser Stelle findet sich heute zum Dank für die Bewahrung des Hauses der kleine Marienschrein. In diese Zeit fällt die Phase der Republik von Ossola, einer geschichtlich bedeutenden Entwicklung im italienischen Widerstand gegen Mussolinis Faschisten und die Nazis. In der Villa findet sich auch der historische Roman "Bella Chiao", welcher in dieser Zeit spielt und uns gut die damaligen Geschehnisse  vermittelt.

In den 1970er Jahren wurde das Gebäude großzügig erweitert, einschließlich kugelsicherem Glas und einem Geheimgang als Fluchtweg. Beides ist heute noch teilweise erhalten. Von Anfang der 1990 Jahre an ließen die damaligen Besitzer die großen Bogenfenster und den Pool von Architekt Dr. Mauro Bissatini aus Intra bauen. Außerdem verwandelten sie den Garten in eine blühende Oase. 

Weil es damals noch keine Straße zur Villa Zanotti gab, wurden die Baustoffe entweder per improvisierter Seilbahn oder per Helikopter transportiert. Möbel, Pflanzen, Lebensmittel, Gepäck und vieles mehr mussten bis 2012 zur Villa vom Parkplatz in Ponte den Berg hinauf auf einem kleinen Pfad händisch transportiet werden.  

Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 2020 traten schwerwiegende Probleme zutage, darunter Feuchtigkeitsschäden und angekokelte Stromleitungen. Mit hohem Expertenwissen führte Architekt Bissattini umfangreiche Renovierungsarbeiten durch, um ein gesundes Raumklima und modernen Komfort in dem historischen Gebäude zu schaffen.  

Die Wasserleitungen wurden erneuert, Zwischenwände zur Isolierung der Feuchtigkeit vom Felsen eingebaut, das komplette Stromnetz inklusive FI Schalter erneuert, die Heiziung ausgetauscht, Klimageräte eingebaut, die Bäder und die Küche erneuert und die Villa bekam  ein neues Dach. Wichtig war dabei die alten Böden, Kamine, schönen Fenster und viele weitere historische Details zu erhlaten.

Heute strahlt das 300 Jahre alte Gebäude  historischen Glanz und modernen Komfort aus.

Ein kleiner Marienschrein.

Viele weitere interessante Informationen zur Gegend und ihrer Geschichte findet man auf dem Blog von Mario Broggi:

Mario Broggi, Italienische Geschichten

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